Jason May - Portrait

portrait jasonmay-3
Editor

 

zuminterview


portrait jasonmay-3

portrait jasonmay-2

portrait jasonmay-7


Interview
 portrait jasonmay-4 

Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
Was einige Leute über mich nicht wissen und ich hiermit Preis gebe ist, das ich einen zweiten und dritten Vornamen besitze.
Ich heiße mit vollen Namen Jason-David-Giotis May. Ich wuchs mit meiner geliebten Mutter und zwei wundervollen Geschwistern, als britischer Staatsbürger in Düsseldorf Bilk auf.
Nach meinem Abitur hab ich einige Zeit gebraucht um herauszufinden was für mich als Beruf in Frage kommt. Klar war nur, kein 08/15 Job!
Nach zwei Semestern abgebrochenes Studium in Bochum, und einigen Praktika, hab ich 2006 eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton in Köln angefangen.
In der Zeit hab ich für Rudas Studios gearbeitet und wechselte dann zu Pictorion das Werk.
Dort war ich für den Schnitt von Werbung wie Braun, L'Oréal, Vodafone, Dove und einer Menge anderer Produkte zuständig. Als Postproduktion Editor war ich für Filme wie Pina und Vorstadtkrokodile 3 verantwortlich. Seit Oktober 2011 arbeite ich selbstständig als Video Editor.


Gibt es einen Schnitt (ein Musikvideo oder einen Film) der es dir angetan hat?
Von allen möglichen Filmklassikern wie la hain, bube dame könig gras, usw. ..., die mich hätten inspirieren sollen meine Leidenschaft für den Schnitt zu wecken, war es ein simpler, etwa 90sec Imagefilm für Thyssen Krupp.
Bei einem Praktikum einer Werbeagentur durfte ich dem Editor dabei helfen wie er den Imagefilm zusammenschneidet.
Im Nachhinein betrachtet war das der Moment, an dem ich wusste, das ist was für mich. Von da an ... war es für mich klar!
Übrigens hab ich den Editor bei einer Veranstaltung wiedergetroffen und Ihm erzählt was er angerichtet hat.



Arbeitest du viel vor-Ort oder lassen sich viele Projekte auch von zu Haus bewältigen?
Grundsätzlich werde ich von verschiedenen Firmen gebucht um einen Schnitt an deren eigenen Maschinen zu realisieren. Bedeutet letztendlich,
dass ich meine Dienstleistung vor Ort verkaufe. Projekte mit einem weitaus kleinerem Budget wie z.B. Musikvideos mache ich von zu Hause aus.
Neben den täglichen Jobs hab ich immer eigene Projekte, die ich nur Zuhause machen kann.


Welchen Schnittsystemen (Softwarelösungen) begegnest du am häufigsten?
Hauptsächlich arbeite ich mit Avid Media Composer oder Apple´s Final Cut Pro. In den letzten Jahren haben sich die FCP Jobs gehäuft. Durch die günstigere Anschaffung und der Möglichkeit mit vielen verschiedenen Formaten einfach zu jonglieren, haben sich viele Firmen dazu entschieden Final Cut Pro als Schnittstelle für ihren Arbeitsablauf zu nutzen. Seit der Neuerscheinung von Final Cut X hat sich nicht viel verändert. Benutzt wird weiterhin die alte FCP 7 Version. Vom neuen Apple Produkt ist niemand überzeugt und alle scheinen in Lauerstellung zu gehen um abzuwarten was passiert. Der lachende Dritte könnte in dem Fall Premiere von Adobe sein, da viele Produkte wie Photoshop, Illustrator, After Effects und Encore ohnehin schon in Produktionen ihren Platz haben.
Fazit:
Ich persönlich werde die Vorteile gegeneinander halten um herauszufinden welches Programm eher zu mir passt. Wichtig dabei wird sein, keine Angst vor Veränderungen zu haben.


Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
In Zukunft würde ich gerne an deutschen Filmprojekten arbeiten, da ich viel mehr den Geschichtenerzähler als den Editor in mir sehe. Ich finde, dass viele Filme mehr Potenzial haben, als sie letztlich abrufen. Da sind uns die Franzosen eine Nasenspitze voraus, die eine Menge guter Filme produzieren. Das ist aber nur Geschmackssache.
Ich würde gerne in Zukunft mehr Regie und/oder Kamera bei Projekten machen, um alle Facetten, die die Branche mit sich bringt, auszunutzen.
Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken eine Serie zu produzieren, zu der ich gerade das Storyboard erarbeite.
Wie ihr seht, langweilig wird mir nicht!


Was schätzt du am Düsseldorfer Umfeld?
Was ich an Düsseldorf schätze sind die Leute die ich kenne und liebe, sowohl privat als auch geschäftlich. Von den sogenannten "Snobs", die angeblich in Düsseldorf leben, lebt keiner in meinem Einzugsgebiet. Mit Düsseldorf als Standpunkt hab ich viele potenzielle Kunden, die alle im Bereich Werbung mit grossen und kleineren Agenturen zusammenarbeiten. Was für mich elementar wichtig ist.


Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten?
schöpferisch
vielgestaltig
facettenreich


Nenne uns etwas ohne, dass du nicht Leben könntest ?
Komische Frage, aber ich glaube keine Fröhlichkeit spüren zu können würde einer Tragödie gleichkommen.
Grundsätzlich bin ich ein fröhlicher Mensch, heißt nicht dass ich den ganzen Tag den Klabauterman spiele, aber ich lache sehr gerne mit Anderen zusammen. Vielleicht sind andere Menschen auch wichtig?! Menschen und Fröhlichkeit!


Dein Lieblingsplatz in Düsseldorf?
Der Fussballplatz im Uhlenberger Spielplatz. Immer grossartig! Bin seit gefühlten 10 Jahren nicht mehr dort gewesen.


Dein Hauptcharakterzug?
Mitfühlend, zu meinem Bedauern!


Dein größter Fehler? 
Gerechtigkeits-fanatisch und Temperamentvoll. Üble Kombination!


Was wäre für Dich das größte Unglück?
Natürlich der Verlust einer meiner Freunde oder Familienmitglieder. Hab noch vor Kurzem geträumt, mein kleiner Bruder sei gestorben.


Hast du ein Vorbild?
Ich hab kein direktes Vorbild. Ich sehe viele gute Dinge oder Eigenschaften in den verschiedensten Menschen. Und die bewundere ich, bis der Nächste kommt.


Wie geht es dir heute?
Grandios! Ich befinde mich beruflich in einer Frühlingsphase obwohl es mitten im Winter ist. Ich bin glücklich darüber, dass meine Selbständigkeit so super läuft und ich Spass an meinem Job hab. Natürlich gibt es Jobs die besser oder schlechter sind, aber zurzeit geniesse ich die Abwechslung. Aber auch privat geniesse ich das Leben. Ich lebe leicht und unbeschwert. Wie jeder Andere versuche ich den Stolpersteinen im Leben auszuweichen. Was mir mal besser, mal schlechter gelingt, aber es wird immer Stolpersteine geben!


Dein Abschlusskommentar? 
Die Abschlussworte!
Jetzt fühle ich mich an ein Freundschaftsbuch aus der Kindheit erinnert - vom Wesen her hab ich mich nicht viel verändert.
Ich stehe immer noch auf Pasta und Pizza und Blumenkohl, hab die selben oder ähnliche Hobbys und steh immer noch auf Michael Jackson.
Pilot bin ich nicht geworden - was ich nicht bedauere, dafür moderner Geschichtenerzähler.
Wer kann das von sich behaupten?



Jason May - Freiberuflicher Editor | Düsseldorf | E-M
ail:  mail @ jasonmay.de



Interview & Fotografie: Christian Laskawi, Tobias Herx
 

Diese Seite mit anderen teilen