Marlen Sibum - Portrait

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Art Directorin

 

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Referenzen


 


Interview
 
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Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
Also ich bin 1,78 m groß, habe braune Augen, brünettes Haar ... nee. Quatsch beiseite. Also ich heiße Marlen Sibum, bin 33 Jahre und wohne seit ca. 7 Jahren in Flingern. Ok. Zwischenzeitlich bin ich mal fremd gegangen ... und zwar mit Frankfurt. Aber die Stadt ist mir zu anonym. Da fehlt mir die rheinisch-fröhliche Mentalität. Wenngleich ich so ziemlich einmal quer durch Deutschland gezogen bin, liegt mein Geburtsort in Leipzig. Bin quasi ein Leipziger Allerlei: bunt, groß, laut, lache viel und gern ... und ja sympathisch bin ich auch ... sagt mein Umfeld. Aber einen Großteil meiner Kindheit wiederum habe ich in Norddeutschland verbracht, was mir wohl auch eine gewisse Ernsthaftigkeit mitgegeben hat. Ok. Ist eigentlich mehr ein Charakterzug, aber passte so schön ins Cliché. 
 

Du arbeitest als Art Directorin bei einer großen Agentur, was reizt dich daran?
Das ist einfach und schnell beantwortet. Große Agenturen betreuen im Regelfall namenhafte Global Player, die tiefer in die Tasche greifen, um einen Gesamtauftrit hinzulegen als kleine oder mittelständische Agenturen. Insofern sind der Kreativität hier weniger enge Spielräume gesetzt was den Rahmen der Möglichkeiten betrifft. Außerdem bin ich gern unter Menschen und je größer der Laden, desto mehr Menschen mit denen man sich austauschen kann. Da spielt ebenfalls der Faktor Nationalitäten-Vielfalt eine Rolle. Ein Gang durch die Räume kommt einem Gang um den Erdball gleich. Und da ich das Reisen zu einer meiner Leidenschaften zähle, freue ich mich immer wieder einfach mal auf einen „Schnack“ mit den Kollegen aus Frankreich, Persien, Kroatien, Rumänien, Russland, den Staaten, England und wo sie alle noch herkommen, inne zu halten.
 

Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten ?
Schnell, genau und trotzdem nicht langweilig
 

Welche Bedeutung hat die Region Düsseldorf für deine berufliche Zukunft?
In Anbetracht der Umstände, dass ich mich noch im Dezember 2011 als Freelancer selbstständig gemacht habe, spielt Düsseldorf für mich eine große Rolle. Hier hat es neben den großen internationalen Werbeagenturen, viele mittelständische Agenturen, aber eben auch viele Unternehmen, die auch auf freiberufliche Art Director zurück greifen. Klar, dass die Modeindustrie da recht weit oben mitspielt. Aber es gibt auch noch andere Bereiche.
 

Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
Meine weiteren Pläne? Hm. Schnell als Freiberufler Fuß zu fassen, mir ein Netzwerk aufbauen bzw. mein bisheriges zu vertiefen. Das hat für mich für das neue Jahr 2012 oberste Priorität. Sonst kann ich nach einem Jahr wieder in eine Festanstellung über gehen.
 

Nenne uns etwas ohne, dass du nicht Leben könntest ?
So komisch es sich anhören mag, aber es sind Werte wie: Freiheit/Freiraum, Standhaftigkeit, Mut, Loyalität, Willenskraft und Durchhaltevermögen. Und ganz klar ohne Familie und Freunde geht es auch nicht.
 

Dein Lieblingplatz in Düsseldorf?
Flingern ;) und der Grafenberger Wald, die Rhein-Promenade, meine Couch
 

Dein Hauptcharakterzug?
Ehrlich ... auch wenn es mal unbequem ist ...
Aber so gut wie immer gut gelaunt.  Tage mit schlechter Laune kann ich rot im Kalender ankreuzen. Kommt wirklich selten vor.


Dein größter Fehler?
Ich kann recht stur sein. Um mich von einem anderen Standpunkt zu überzeugen, braucht es gut erklärte, nachvollziehbare Gründe. 
Was aber nicht den Eindruck erwecken soll, ich sei beratungsresistent! 


Was wäre für Dich das größte Unglück ?
Wenn meiner Familie, meinen Freunden oder mir die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht.
Ansonsten lässt sich alles regeln auf die ein oder andere Weise.
 

Hast du ein Vorbild?
Ja. Meine Mama. Sie hat in ihrem Leben viel durchgemacht und hat den Kopf trotzdem immer über Wasser halten können. Auch wenn sie in der Vergangenheit viel zu viel einstecken und gelinde gesagt viel zu viel Mist schlucken musste. Angefangen bei der Stasi und so weiter. Aber durch ihre ungeplante Flucht mit mir über Österreich-Ungarn vorm Mauerfall hat sie soviel Courage gezeigt, dass meine Mama für mich mein persönlicher Held ist und daher mein absolutes Vorbild ist.
Es gibt aber noch andere Vorbilder. Musikalisch gesehen sind es Nina Hagen und Lady GaGa, Ich liebe schräge und bunte Vögel, die aus der Masse durch Besonderheiten heraus stechen. Nina Hagen hat ein unglaublich breites musikalisches Spektrum. Ob nun Punk, Rock, Klassik oder Jazz. Die Frau kann einfach alles. Gut, dass sie ein wenig abgedreht ist, lässt sich nicht ganz von der Hand weisen, aber ich glaube, dass gehört zum großen Teil bei ihr zum Image und hat weniger mit der Privatperson zu tun. Ufos hin oder her. Ja, und Lady GaGa ist einfach ein Gesamtkunstwerk. Sie schafft es in der heutigen Zeit, in der wir ja nun schon so gut wie alle Grenzen überschritten haben, immer wieder zu überraschen, zu provozieren, zu inspirieren, zu lachen, zu staunen, einfach hinzuschauen und hinzuhören. In meinen Augen die bessere Madonna, da sie mehr als nur ein Trendsetter ist, sondern es glaubhaft schafft Privat- und Kunstperson miteinander zu verbinden.
 

Wie geht es dir heute?
Kurzum gut. Ich bin zuversichtlicher Dinge, dass 2012 ein tolles Jahr werden wird. Oder um es mit den Worten von Grönemeyer zu sagen:
Es gibt viel zu verliern, du kannst nur gewinnen. Genug ist zu wenig, oder es wird so wie es war.
Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders
. Der erste Stein fällt aus der Mauer, der Durchbruch ist nah.“
 

Dein Abschlusskommentar ?
Neues Jahr, neues Glück. Allen hier ein wundervolles 2012.



Marlen Sibum  | Freier Art Director  |  sibum – concept + design 
www.sibum-freelancing.de  | m.sibum @ web.de  |  mobil:  0177 32 36 746


Interview & Fotografie: Tobias Herx & Christian Laskawi - 2. Januar 2012
 

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