Michael Krämer - Portrait

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Gründer von Campwerk


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Interview
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Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
Ich heiße Michael Krämer und wurde am 16.03.1983 in der wunderschönen Stadt Mülheim an der Ruhr geboren. Nach meinem Fachabitur und der schulischen Ausbildung als Informatiker brachte mich mein Weg nach Düsseldorf, wo ich 2004 eine Ausbildung zum Mediengestalter bei der Firma Pictorion DAS WERK begann. 2006 wurde ich frühzeitig übernommen und habe mich dann auf den Bereich Compositing für Spielfilm spezialisiert. In den folgenden 5 Jahren habe ich an diversen Spielfilmprojekten wie z. B. Vollidiot, Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected, Hilde, Vorstadtkrokodile 3, Zweiohrkücken,… und auch einigen Werbeprojekten mitgearbeitet.


2010 hast du deine Firma “CAMPWERK” gegründet, wie kommt man vom Film zum Camping?
Ich hab immer schon gerne gecampt. Da ich zudem auch gerne mit dem Geländewagen Touren fahre, suchte ich 2009 nach einer Alternative zum ständigen Zeltauf- und abbau. Die Idee einen geländegängigen PKW-Anhänger mit einem Klappzelt auszurüsten war geboren. Ich habe mir also einen Anhänger von der britischen Armee besorgt (einen Sankey) und diesem 30 Jahre alten Rosthaufen wieder Leben eingehaucht. Dann ging es an die Zeltsuche, die sich zu dieser Zeit als sehr schwierig herausstellte. Es gab einfach keinen Hersteller, der seine Anhängerklappzelte auch OHNE Anhänger verkauft. Die damals erhältlichen Zeltanhänger entsprachen einfach nicht meinen Vorstellungen oder waren mir einfach viel zu teuer. Es gab also eine Marktlücke und dadurch wurde die Idee geboren welche sich später zum heutigen CAMPWERK entwickelt hat.


Und wie ging es weiter?
Nachdem ich wochenlang immer wieder meiner Freundin davon vorgeschwärmt habe, hab ich ein Wochenende den Stift in die Hand genommen und  angefangen einen Businessplan zu schreiben.
3 Wochen später hatte ich dann meinen ersten Termin beim NRW Startcenter und als die Experten den Plan abgesegnet hatten ging es zur Bank. So schlecht kann der Business Plan nicht gewesen sein, da dann recht schnell ein KFW Startgeld Darlehen genehmigt wurde mit welchem die ersten Prototypen und Materialien wie Fotos, Broschüren erstellt und auch der erste Messeauftritt durchgeführt werden konnte.


Du warst aber immer noch in der Film Firma angestellt oder ?
Das ist richtig. Eigentlich war CAMP WERK als Nebenbeschäftigung geplant. Als wir dann aber 2011 mit den ersten Produkten auf den Markt gingen war die Resonanz einfach unglaublich! Bereits in der 2ten Woche war die komplette Ware die für 2011 geplant war ausverkauft. Das war dann der Punkt wo ich mich von meinem alten (geliebten) Job verabschiedet habe und mich seit dem voll aufs CAMP WERK konzentriere.


Deine Firma befindet sich mittlerweile in einer großen Halle mit Büro,
Ausstellungsfläche und Werkstatt, wo den ganzen Tag fleissig geschraubt wird.
Das ist richtig. Von unserer ersten kleinen staubigen Garage mit 50m² haben wir uns nach einigen Zwischenstopps zu der kleinen Firma mit 800m² Fläche und 6 Angestellten entwickelt die wir heute sind… und das Ende ist noch lange nicht ins Sicht ;-)  


Was genau passiert bei euch in der Werkstatt?
Oh eine Menge… hier werden unsere Zeltanhänger zusammengebaut und neue Produkte entwickelt. Also das Herz der Firma.


Du hast bei deiner Gründung viele Aufgaben wie Online Präsenz mitsamt dem Shop, Markenschutz und Marketing selbst in die Hand genommen.
Würdest du all das nochmal allein übernehmen oder Dritte machen lassen?
Ich finde es wichtig Blut und Schweiß in den eigenen Betrieb einzubringen. Durch meinen kreativen Beruf fiel es mir leicht die gestalterischen Dinge selbst zu erstellen. Vor allem bin ich dadurch auch unabhängiger wenn einmal Änderungen durchgeführt werden müssen. Da mir die Arbeiten sehr viel Spaß gemacht haben würde ich es erneut so machen. Anders war dies bei den Fotos. Mir war von Anfang an klar das meine Fotografiekenntnisse zwar technisch ok aber nicht so kreativ waren wie ich es mir gewünscht hätte. Daher habe ich für die Produktfotos einen Profi Fotografen aus Düsseldorf engagiert mit dem ich bereits vorher zusammen gearbeitet habe. Klar hat man am Anfang schiss wenn man viel Geld in etwas rein steckt was man theoretisch auch selber hätte machen können … aber bereits nachdem ich das erste Foto von unserem 8 stündigen Shooting gesehen habe wusste ich bereits das diese Fotos so gut waren & das sie den zukünftigen Stil der Marke beeinflussen werden.
Genauso war es mit den Texten. Jeder kann 08/15 Produktbeschreibungen tippen aber mir reicht das nicht. Wir verkaufen hier Urlaub da soll es SPAß machen unsere Texte zu lesen und das ist eine Kunst wie ich sie noch nicht beherrsche. Daher habe ich auch hier externe Hilfe eines sehr kreativen Texters in Anspruch genommen der meine etwas faden Texte umgewandelt hat.

Wenn ich jetzt so drüber nachdenke hätte ich eine menge Zeit sparen könen wenn ich mehr Arbeit durch Externe hätte machen lassen… aber das wäre dann nicht “mein Baby“ geworden. So kann ich mich 100% mit der Firma identifizieren.


Du hast ganz gezielt Werbung auf Plattformen, wie Facebook und Google genutzt.
Wie lautet dein Resümee und welche Kanäle siehst du zukünftig als bedeutend an?
Digitale Medien werden wohl oder übel immer wichtiger. Im ersten Jahr sind wir mit Anzeigen im Print und Web zweigleisig gefahren. Unsere Auswertungen haben ergeben das die Online Werbung um ein vielfaches ergiebiger war als jede Printkampagne. Der Kunde will nicht einfach ein Produkt kaufen er will es vorher erleben. Sei es durch Erfahrungsberichte, Fotos oder Videos. Daher konzentrieren wir uns immer mehr auf diese Plattformen.


Du bist regelmäßig auf Messen und Events vertreten; Pflichtveranstaltungen oder lohnende Investitionen?

Wir stellen dieses Jahr auf 5 Messen aus. Jede Messe kostet uns ein kleines Vermögen. Man zahlt Standgebühr, Personal, Strom, Abfall, Broschüren… man ist sehr schnell im 5 -stelligen Bereich. Aber es ist eine gute Gelegenheit seine Produkte einem großen Interessenkreis vorzustellen. Wir geben uns viel Mühe allen Gästen ein willkommenes Gefühl auf unserem Stand zu vermitteln. Jeder Gast wird mit einem fröhlichen „Guten Morgen“ und dem dazu passenden Gesicht begrüßt . Mit unserem Kunstrasen und der bunten floralen Deko versuchen wir immer eine „Grüne Oase“ inmitten der kühlen Messehallen herzustellen. Wir haben sogar 2mal eine Auszeichnung für den schönsten Messestand erhalten. Bei mehreren Tausend Ständen eine echte Ehre! Es ist schon cool wenn fremde Menschen ihre Schuhe ausziehen um auf unserer Kunstwiese Barfuß zu laufen ;-) Viele Kunden erfahren auf den Messen das erste mal von uns. Also ein klares Ja für lohnende Investition.


Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
Stabilisierung… Aktuell wachsen wir exponentiell was toll ist aber einen immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Wir sind aktuell ständig ausverkauft und müssen einige Kunden daher etwas vertrösten was bei einem Saisongeschäft manchmal schwierig ist. Es ist nicht immer gut jedes Jahr mehr und mehr Wachstum zuzulassen. Noch sind wir aber nicht am Maximum angekommen aber wenn wir einmal da sind, werden wir diese Linie wohl nicht überschreiten. Dies sind aber interne Pläne die der Kunde technisch nicht mitbekommen wird. Für den Kunden werden wir aber noch dieses Jahr einige spannende Dinge präsentieren. Neben einigen neuen Produkten werden wir den Kunden die Möglichkeit geben sich besser über unsere Produkte von zu hause aus zu informieren. Der wohl aufwendigste Punkt wird der neue Youtube Channel sein in dem wir unsere Produkte testen und z.B. den Aufbau vorführen. Alles im allem werden es noch spannende Jahre.


Was schätzt du am Rhein-Ruhr Umfeld?
Stadt, Land, Fluss… Wir haben alles … und wenn es mal was NICHT geben sollte fliegen wir über den Düsseldorfer Flughafen einfach hin.


Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten?
Ich verkaufe Urlaub ;-)


Nenne uns etwas ohne, dass du nicht Leben könntest ?
Meine Frau Maike und meine Neufundländerin Maja. Beide vervollständigen mein Leben.


Dein Lieblingplatz in Düsseldorf?
Die A52 Richtung Mülheim an der Ruhr :-p


Dein Hauptcharakterzug?
Flexibilität


Dein größter Fehler?  
Ich finde manchmal kein Ende.


Was wäre für Dich das größte Unglück?
Wenn du damit in der Arbeitswelt meinst: Den Spaß an der Arbeit zu verlieren.
Wenn du damit jeden Aspekt des Lebens meinst: Das einem den man liebt etwas passiert.


Hast du ein Vorbild?
Ich habe mehrere…  aber jetzt fällt mir tatsächlich keiner ein.


Wie geht es dir heute?
Hervorragend


Dein Abschlusskommentar?
Wenn Ihr einen Traum habt der wirklich eine Chance hat zu gelingen (zum Mond fliegen zählt definitiv NICHT dazu) traut euch.
Auf die Nase fallen gehört dazu und ist kein Rückschritt- Ihr wisst nur einen weiteren Weg wie es nicht geht also- weitermachen.



Michael Krämer - CAMP WERK - Hölter Straße 13  -  45470 Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 (0) 208 / 301 822-8 -  Fax: +49 (0) 208 / 626 580-38 -  Email: info @ campwerk.d
e  -  www.campwerk.de

 


Interview & Fotografie: Christian Laskawi, Tobias Herx
 

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