Florian Köbisch - Portrait

portrait floriankoebisch-1
3D Artist - FX Technical Director
 

zuminterview

portrait-floriankoebisch-10

portrait-floriankoebisch-11

portrait-floriankoebisch-13


portrait floriankoebisch-3


Arbeitsbeispiel simuliertes digitales Caramel 

 









Interview
portrait-floriankoebisch-28

Könntest du dich bitte kurz vorstellen?
Mein voller Name ist Florian Köbisch. Keine zusätzlichen Vornamen und kein Doppelname, was im Grunde langweilig ist, einen aber in der Grundschule vor Hänseleien mit etwas aus der Mode gekommenen Zweit- oder Drittvornamen, wie Florian- Heribert, schützt. Im späteren Leben kann man dann auch nicht hilflos versuchen, das US Namenssystem zu kopieren, im Sinne von John J. Rambo. Geboren bin ich in Fritzlar, das liegt in Nordhessen. Dort (genauer, der Gegend von Kassel) bin ich auch beinahe die ersten zehn Jahre meines Lebens aufgewachsen. Den Rest meiner Jugend habe ich dann bei Overath verbracht, was im Bergischen Land situiert ist und mit ein wenig gutem Willen als Vorort von Köln durchgehen könnte. Die Mentalität dort ist allerdings dörflich- katholisch, und das erlebt man am besten indem man eine Dorfkneipe betritt, obwohl man nicht seit Generationen die eigene Cousine zu ehelichen pflegt, denn dann ist erstmal nach alter Westernsitte Schweigen nebst bösen Blicken angesagt. Wer mit dieser Mentalität zwischen Kuhstall, Lynchjustiz und Kirmesplatz nichts anzufangen weiß, sucht sich ein paar Gleichgesinnte, ein Mofa (damals eine Hercules Prima 5S, kein komischer Automatikroller mit dem Sound einer hysterisch gewordenen elektrischen Zahnbürste), einige sichere Treffpunkte und sobald man dann alt genug ist, zieht man nach Köln. Das habe ich zumindest getan. Dies soll nicht heißen, dass dort im Bergischen alles schlecht und von der CSU beherrscht ist, ich bin immer wieder gern dort und ich grüße an dieser Stelle ausdrücklich alle Dortgebliebenen, Mittelbech und Neuhonrath. Nach diesem Ausflug in die Vergangenheit kommen wir zur Gegenwart, da habe ich mir meine Existenz in Köln- Ehrenfeld aufgebaut. Dort fühle ich mich sehr wohl und im gleichen Kölner Stadtteil wohnen noch viele andere Leute aus Mittelbech, Honrath, Neuhonrath, Marialinden, Heiligenhaus und Morsbach, die ich gelegentlich beim Bäcker oder an der Bushaltestelle treffe. Wir haben uns sozusagen das Dorf in die Stadt geholt. Als freiberuflicher 3D Artist/ Technical Director bin ich in der Regel bei meinen Kunden vor Ort beschäftigt und unterstütze dort deren Teams. So ist Köln für mich, aufgrund der Verkehrsanbindung und der Nähe zu einigen Arbeitgebern aus der Werbebranche in Düsseldorf, mit seinem Bahnhof und Flughafen natürlich praktischer als z.B. Osnabrück. Natürlich habe ich zu Hause dennoch die Ausstattung, um Projekte zu bearbeiten, bin aber in der Regel irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs um Partikel durch die Gegend zu schubsen.


Du hast in Köln ‘Informationsverarbeitung’ studiert und bist von dort aus in den Studiengang ‘Medienwissenschaften’ gewechselt.
Wie ist das damals vonstatten gegangen? Worin unterscheiden sich die beiden Studiengänge?

In meinem Leben habe ich viel Zeit auf harten Hörsaalbänken und in muffigen Seminarräumen verbracht. Hier seien ausdrücklich nocheinmal die Personen gescholten, die das Philosophikum an der Kölner Uni entworfen haben. Nicht nur, dass das Gebäude selbst für ein Universitätsgebäude ausgesprochen hässlich ist, man zahlreiche Seminarräume derart angelegt, dass dort keine Fenster und damit weder Luft noch Licht eindringen können. Warum tut man sowas? Auch in diesen Räumen studierte ich zunächst Politikwissenschaften auf Magister, mit den weiteren Fächern Geschichte und Philosophie. Damals war es mein berufliches Ziel, politischer Journalist zu werden und mit dem Optimismus der frühen zwanziger Jahre hatte ich mich einfach mal in dieses Studium gestürzt, ohne mich nur annähernd mit den Randbedingungen eines Magisterstudiums an einer völlig überlaufenen Uni auseinander gesetzt zu haben. So brauchte man unpraktischerweise für einige Fächer wie Philosophie oder Geschichte noch ein Latinum, was ich nicht hatte. In meinem damaligen, an Größenwahn grenzenden Optimismus wollte ich dieses Latinum an der Uni nachholen, kam nur bei jedem Versuch auf halbem Weg immer wieder zu dem Schluss, dass es viele spannende Dinge im Leben gibt, die ich gerne Lernen wollte, und das Latein einfach nicht dazu gehört. Wo kein Wille war, war dann auch kein Weg. Zur Umgehung von Latein tauschte ich das Studium der Geschichte gegen das etwas sperrig klingende Fach Informationsverarbeitung ein. Dort gab es zwei Fachbereiche, Computerlinguistik so wie Historisch- Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung (noch sperriger klingend, daher im Folgenden als HKI abgekürzt). Da ich kein Sprachwissenschaftler war (also niemand, der Anglistik, Germanistik o.ä. studierte), entschied ich mich für die HKI. Bei dem Fach geht es in der Hauptsache um Informationsmanagement und damit computergestütztes Wissensmanagement, das Entwickeln von Systemen zum massenweisen Speichern von Bild, Ton und anderen Mediendaten so dass die Daten für andere Wissenschaftler, die damit arbeiten müssen, möglichst intelligent zusammengeführt und aufbereitet werden. Wer sowas studiert, kann danach Gedichte in wahlweise XML oder SQL aufsagen und die Grundklaviatur des C++ rauf und runter spielen, denn um diese grossen und sperrigen Mediendaten zu verarbeiten braucht es mitunter finstere Programmiersprachen. Endlich hatte ich ein Fach gefunden, wo mein Talent im Umgang mit Computern förderlich war, aber immer noch musste ich eigentlich Politik studieren.
Und Philosophie. Das Studium der Philosophie war bis zur Zwischenprüfungsreife fortgeschritten und mittlerweile konnte ich es ausblenden, wenn in den Seminaren Menschen saßen, die all diese Kleidungsstücke vergangener Epochen trugen, die auch in jenen Epochen die Definition von Uncool gewesen sein mussten und versuchen, möglichst oft in einem Satz "postulieren" zu sagen. Wer dass kann, bekommt dann einen Discount auf hässliche Pollunder, türkise Nickipullover oder grüne Breitcordhosen. In einem Seminar zu "De Anima" von Aristoteles (eigentlich ein sehr interessantes Buch, nur zu empfehlen, allerdings etwas weniger interessant als die wirklich unbedingt vor dem unvermeidlichen Ableben mindestens einmal zu lesende Politeia, kamen wir bis auf Seite zehn, weil über jeden Satz im Seminar erstmal ordentlich abpostuliert werden musste. Im Inneren eines philosophischen Seminars kann man Dinge erleben, über die man sich in der Welt draußen keine Vorstellung machen will. Dummerweise waren trotz aller Studiererei das politische Seminar der Universität zu Köln und ich im Bereich Politische Systeme nicht einer Meinung und so fiel ich auch im zweiten Anlauf (von drei Möglichen) durch eine wichtige Prüfungsklausur, was bei mir dann zu einer Trotzreaktion und einer glatten Eins in der Zwischenprüfung zur Informationsverarbeitung führte.
Nach etlichen Politiksemestern ohne wirkliches Weiterkommen bemerkte ich glücklicherweise, dass es nun an der Zeit sei, das Studieren dran zu geben um etwas ganz neues zu machen oder mein Studium doch noch in irgendeine sinnvolle Bahnen zu lenken
Das Ganze wurde mir erleichtert, da in Köln der Studiengang Medienwissenschaften eingeführt wurde. Ein Diplomstudiengang, ohne Latein und politische Systeme. Allerdings auch ohne Plan, denn da die Uni auf Druck der damaligen Landesregierung "irgendwas mit Medien" anbieten sollte (ein gewisser Herr Clement träumte von "Hollywood am Rhein"), aber für die Uni kaum zusätzliche Gelder zur Umsetzung dieses Konzepts zur Verfügung standen. Folglich nahm man sich dann ein Paar Institute, die eben "irgendwas mit Medien" anboten, egal ob das jetzt sinnvoll zusammen passt oder auch nicht, und bot ein neues Fach an. Zu meinem Glück konnte ich mir einige Teile meines HKI Studiums anrechnen lassen und kam dann irgendwie trotz extremen Numerus Clausus in den Kreis der erlauchten Medienwissenschaftenstudenten. Medieninformatik und Medienrecht (ich erwähnte bereits, dass das Studienfach etwas komisch angelegt war) so wie Theater- Film und Fernsehwissenschaften waren fortan meine Studienfächer.
Ich liebte den Kontrast, aus der Vorlesung "Gesetzliche Schuldverhältnisse" kommend, wo Zucht, Ordnung und Wissensbetankung noch gelebt wurden und die Atmosphäre dieser Vorlesungen genau das ausdrückte, hinein ins Seminar zu TV- Serien, locker zurückgelehnt über die Unterschiede im Schnitt vom ersten Schimanski zu einer neueren Tatortproduktion zu fabulieren. Dabei umgeben von ausnahmslos überdurchschnittlich gut aussehenden Studentinnen. Das schien bei TFF eine Grundvoraussetzung zu sein und ich frage mich, wie ich diesen Studienplatz bekommen hatte, ohne eine überdurchschnittlich gut aussehende Studentin zu sein. In der Medieninformatik bekam ich dann auch zum ersten Mal Kontakt mit richtiger 3D, abseits der Rolle als passiver Konsument im Kino und vor (damalsHalf-Life2) dem PC. Wir lernten, eine Spieleengine zu programmieren, DirectX, Open GL, HLSL, sogar einen einfachen Raytracing Renderer galt es auf die Beine zu stellen (ich erinnere mich in diesem Zusammenhang gern an eine damals geführte Diskussion mit einem Wirtschaftsinformatiker auf einer Party, der auf meine Bemerkung hin, ich würde gerade an einem einfachen Raytracer programmieren meinte, wofür man denn so einen Unsinn brauche. Damit könne man doch kein Geld verdienen, HTML sei viel wichtiger, Raytracer brächten einem nichts für die Zukunft). Neben diesen Exkursen in die Computergrafik blieben mir selbstverständlich all diese unvermeidlichen Datenbanken, Datenbanken, Datenbanken erhalten.


Während und nach deinem Studium warst du in diversen IT Unternehmen beschäftigt.
Was für Aufgaben hattest du?

Neben dem Studium hatte ich zahlreiche Jobs, was mir die Möglichkeit gab, in verschiedene Bereiche zu gucken und zu sehen, was der Arbeitsalltag mit sich bringt. Anfänglich war ich Verkäufer bei der US- Textilkette GAP. Dieser Ausflug in die amerikanische Grossunternehmenskultur, mit morgendlichen Meetings wo man dann auf Befehl klatschen und einander anfeuern muss, zwischendurch immer mal wieder über seine derzeitige Performance unterrichtet wird (z.B. wieviel Teile man in den letzten drei Stunden im Durschnitt an den Kunden gebracht hat..."Hey, Flo...2,5 Sachen, da geht noch mehr. Wir haben doch die Boxershorts im Angebot, bemüh' Dich mal.") und sonst eher arbeiten und weniger denken soll, war sehr lehrreich. So lehrreich, dass ich wusste, dass ich zwar gerne arbeite, aber dabei niemanden brauche, der mir das Denken abnimmt und schon gar niemanden in einer fernen Konzernzentrale irgendwo in New York oder San Francisco und mir von dort aus vorschreibt, was ich zu tun und zu lassen habe. So eine Vorstellung hat irgendwas vom Todesstern für mich, womit wir bei einer dieser unvermeidlichen Star Wars Referenzen angekommen wären, die mich zum nächsten Job überleiten. Da ich immer schon einer von denjenigen war, die wussten, wie man autoexec.bat und config.sys auf DOS Rechnern umkonfigurieren muss, damit X- Wing doch irgendwie auf Vatters alter 486er Mühle lief und meine ersten Programmiergehversuche mit 12 unter BASIC auf einem C-128 machte (der Plan war eine Art Synthesizer zu schreiben, aber für mehr als ein paar Töne und das mir bis heute der ENVELOPE Befehl im Kopf geblieben ist, hat es doch nicht gereicht), war die berufliche Zukunft in den Niederhöllen der elektronischen Datenverarbeitung eigentlich schon vorgezeichnet. Als ich begann mich nicht mehr dagegen zu wehren, fand ich mich als studentischer Aushilfssystemadmistrator bei Gerling im Bereich Industrieversicherungen vor. Ich weiß noch, als ich dort mal eine CD mit dem wichtigen offiziellen MSDN Aufdruck vorfand, wo die Beta Version eines kommenden Microsoft Betriebssytems mit dem Codenamen “Whistler” drauf war und ich das einfach mal auf einer Kiste ausprobierte. Boah, wat war ich stolz, damals. Um zu verstehen, wann das war, muss man wissen dass dieses Betriebssystem kurze Zeit später unter dem eigentlichen Namen WindowsXP Computergeschichte schreiben sollte und als ehemaliger Geschichtsstudent behaupte ich in diesem Zusammenhang, dass Geschichte nunmal nicht immer rühmlich sein muss. Es waren weniger die Computer, sondern die Gebräuche, die dafür sorgten, dass ich bei Gerling kein Glück fand, sonst wäre ich vielleicht jetzt immer noch in anderer Funktion dort. Menschen in Anzügen, die ein ganz merkwürdiges soziales System mit eigenen Kodizes und Medien aufgebaut hatten, welches sich Versicherungsverwaltung nannte. Dieses System fand in Zimmern und Fluren, die nach Neonlicht und abgestandenem Filterkaffee rochen, statt fand war nicht meines. Wer sowas nicht kennt, dem empfehle ich bei einer Reise im ICE mal die Kopfhörer aus dem Ohr zu nehmen und zu warten, bis einer der mitreisenden Pinguine einen Anruf bekommt oder tätigt. Ist dieser Anruf nicht familiärer oder freundschaftlicher Natur, schaltet der Pinguin plötzlich auf ein Sprach- und Verhaltensniveau um, welches der gewöhnlichen, gehobenen Umgangssprache ähnelt, sich aber dennoch von dieser unterscheidet. Es werden auf subtiler Ebene bidirektional Subordinationsinformationen vermittelt, die selbst vom unbeteiligten mitreisenden Abteilsgenossen aufgefasst, aber eben nicht klar identifiziert und übersetzt werden können, es sei denn der Mitreisende ist ebenfalls Teil des gleichen sozialen Systems und kann diese Informationen daher deuten. Es erinnert an die Schwierigkeit, sich als Europäer in Sprachen zurechtzufinden, wo kleinste Lautunterschiede komplett andere Bedeutungen nach sich ziehen können, wie im Vietamesischen. Solche Sprachen kann man lernen, wenn man es will, aber man kann es auch lassen. Insbesondere lässt man es dann besser bleiben, wenn sie einem körperliche Schmerzen bereiten. Zur Schmerzvermeidung nahm ich einen Job in der Systemadministration der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln an. Der Kontrast, von Versicherung zur Universität hatte was vom Umsiedeln in ein Entwicklungsland und zwar ein diktatorisches Entwicklungsland. Mein Vorgesetzter kannte sich mit Lochkaren aus, wusste in Pascal zu programmieren, hatte einen Doktortitel und die liebenswürdige Art eines kölschen Inspektor Clousseau, nur eben keine Ahnung von modernen IT Sytemen, dafür ein Händchen für die Klaviatur des Systems “Universität”. Wichtige Fragen sind dort, wie man auf die nächstbeste Position kommt, ohne dafür mehr arbeiten zu müssen. Man soll es bitte nicht falsch verstehen, ich habe höchste Achtung vor den Pionieren des IT Zeitalters, vor denen, die wirkliche raumfüllende Maschinen, die Konrad Zuse Rechner nannte, bedienen konnten, damit arbeiteten und programmierten. Von diesem immensen Hintergrundwissen haben im Zweifelsfall allerdings Studenten oder Institutsangehörige wenig, die eine zuverlässige und funktionierende IT Umgebung wünschen um damit ihre Arbeit zu machen. Als ich mal einige Rechner, die wegen Altersschwäche aus dem Studenten PC- Pool (der übrigens über ein BNC Netzwerk verkabelt war, Mitte der 2000er Jahre) entfernt werden sollten, mit einer damaligen, um unnötige Komponenten bereinigte Debian Linux Version versorgte, um zu beweisen, dass man mit einem schlanken Betriebssystem diese den Studenten doch wieder zur Verfügung stellen könne und damit nicht auf Plätze im PC Pool verzichten brauchte, kam das bei der Führung nicht gut an. Ich hatte zu selbstständig gehandelt, hätte vorher Anträge, Formulare und damit Gremien unterrichten müssen. So war es auch hier Zeit zu gehen und ich nahm das Wissen um die Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung mit. Verischerung und Universität waren folglich Einheiten, von denen ich wusste, dass ich dort keinesfalls eine berufliche Zukunft suchen sollte. Schließlich landete ich bei einem kleinen Kölner IT Unternehmen mit 20 Mitarbeitern. Zunächst als Administrator im Outsourcing bei einer sehr großen Firma, später durfte ich dann Netzwerke planen, implementieren und für Kunden Software schreiben. Mein Meisterstück war ein Customer Relationship Management System (CRM) für einen grossen Tierfutterhersteller. Danach konnte ich sicher programmieren und kannte diese Tätigkeit nicht nur durchs Fernrohr aus dem Elfenbeinturm Hochschule, wusste daher aber, dass ich etwas anderes vom Berufsleben will, als “Daten aus der Datenbank raus, aufbereiten, Neueingaben interpretieren, Daten zurück in die Datenbank schreiben.” Dies ist leider der Alltag für einen großen Teil der Programmierer in dieser Wirtschaftswelt in einem Land, das Flachspüler und SAP hervor gebracht hat. Ich wollte etwas anderes, hatte da schon lange eine Idee, unter anderem erweckt durch effektbehaftete Filme im Kino und die intensivere Beschäftigung mit Computergrafik. Ich wusste, wo ich hin wollte.
Zeichentrickfilme waren mir in meiner Kindheit stets das Liebste. Sie rangierten noch vor Büchern, Hörspielkassetten und vor allem vor normalen Filmen. Ich glaube, der erste Kinofilm, den ich bewusst gesehen habe, war “Taran und der Zauberkessel” und für den Entschluss, später auch mal “irgendwie sowas” machen zu wollen, brauchte es noch “Willow”, “Der Flug des Navigators” so wie den ganze Star Wars/ Trek Kram,so wie meinen persönlichen Initialzünder Titan AE. Dennoch verlor ich diesen Traum aus den Augen und wollte zunächst über mein Studium zum Journalismus wechseln. Es erschien mir seriöser und trotz aller Affinität zu Computern war mir ein Informatikstudium, das sich in der Hauptsache und meiner mangelnden Informiertheit um Berechenbarkeitsprobleme dreht, nicht geheuer. Als ich dann erkannte, dass meine Zukunft doch mit Computertechnologie verbunden war und Erfahrungen gemacht wurden, die zeigten,dass mich Programmierung allein auch nicht zu einem glücklichen Menschen machen würde, sah ich in der 3D die Chance, meinen Traum vom Film mit Computerprogrammierung und der Affinität zu Visual Effects zu verbinden.


Da du dich schon früh für Computer Animation interessiertest, hast du nach deinem Ausflug in die IT-Landschaft den Schritt gewagt in die Postproductionsbranche (Film und TV Nachbearbeitung / Digitale Effekte) zu wechseln. Woher kommt das Interesse und was reizt dich daran? Hast du einen Fachbereich?
Im Studium hatten wir dann einfache Game Engines geschrieben, Open GL, DirectX und Konsorten gut kennen gelernt. Als ich mich in die professionelle 3D wagte, wusste ich immerhin um die Modelle von Licht in der Echtzeit 3D Blinn, Phong- und Lambert Shading , Lokalen-, Welt-, Look-at- oder Rotationsmatrizen, UV Koordinaten (ich hasse sie und werde sie immer hassen, ptex hooray), Faces, Vertices und Edges, zumindest wie man dergleichen im C++ Code umsetzt. Wie das in Maya implementiert war, musste ich erst lernen. Während meines Studiums hatte ich außerdem versucht, mir Softimage 5 beizubringen, aber einfach zu wenig Zeit, wirklich Produktives damit zu erreichen. Am Ende meines Studiums wollte ich nun meine Diplomarbeit schreiben und hatte seinerzeit die Möglichkeit, bei einem großen Sportwagenhersteller in Zuffenhausen, einer deutschen Airline in Hamburg oder eben bei einer Postproduction in Düsseldorf anzufangen. Ich habe mich richtig entschieden und bin so in diese Branche gestolpert.


Du bist seit Ende 2011 selbständiger Technical Director (TD).
Was sind die Aufgaben eines TD´s? Was können wir uns darunter vorstellen?

In der Computeranimation reizen mich seit jeher die sogenannten Dynamics. Dynamics sind alle diese Sachen, die auf dem Modell einer (vereinfachten) Physik funktionieren um ein paar Beispiele zu nennen Rauch, Feuer, Wasser, Particles, Explosionen, einstürzende Gebäude usw.. Die Systeme zur Simulation von Dynamics sind oft sehr komplex, abstrakt und arbeiten mit extrem vielen, untereinander abhängigen Variablen. Aufgrund dieser Komplexität sind die dazu benötigten Softwaresysteme auch wenig stabil und immer ein bisschen unberechenbar. Man kann schnell und einfach das Programm oder gerne auch den ganzen Rechner zum Absturz bringen oder ein zunächst einfach erscheinendes Problem stellt sich aufgrund kleiner Details als extrem komplex heraus. Nebenher gibt es viele Parameter, deren Auswirkungen sich anhand des Namens kaum erschließen. Daher ist der Einstieg in diesen Bereich nicht eben leicht, man muss schon sehr viel Enthusiasmus für das Gebiet mitbringen, um nicht völlig frustriert das Handtuch zu werfen. Ein großer Vorteil ist aber, wenn man von der Programmierung kommt, denn solche Systeme aus interdependenten Variablen, ein hohes Abstraktionsniveau und eine extreme Frustrationstoleranz (Oh, verdammt, abgestürzt/ funktioniert nicht, nochmal mit anderen Werten und von vorn) lernt man beim Programmieren komplexerer Softwaresysteme auch kennen, so dass ich mich bei den Dynamics schnell zu Hause fühlte. Für mich sind diese Effektanimationen (daher auch die Rolle des Effektanimators bzw. in Stellengesuchen gebräuchlich FX Artist/ Technical Director) nicht nur ein Beruf, sondern auch ein faszinierender Zeitvertreib geworden. Ich beschäftige mich auch in meiner Freizeit gerne mit verschiedenen Softwaresystemen zur Effekterzeugung, verschiedenen Techniken, sauge SIGGRAPH Papers auf und versuche so stetig, meinen Horizont zu erweitern. Ich glaube, man kann allgemein die Arbeit im Bereich Visual Effects nicht wie einen alltäglichen “Brotjob” sehen, in dem man um 9 ins Büro kommt und pünktlich um 18 Uhr den PC wieder ausschaltet. Man muss das leben, man muss das atmen, sonst wird man wahrscheinlich schnell frustriert sein und einen meist lukrativeren Job mit geregelten Arbeitszeiten in einem weniger chaotischen Umfeld vorziehen.


Du benutzt häufig Software die sich noch im Entwicklungstadium befindet und arbeitest eng mit diversen Softwareschmieden zusammen. Was für Pflichten hat man als ‘Betatester’ und was bringt dir das teilnehmen an solchen Testphasen?
Die Berufsbezeichnungen in unserer jungen Branche sind zugegeben irreführend. Der Technical Director kommt wohl ursprünglich vom Technical Art Director und ist ebenso wie Art Director die Bezeichnung für eine bestimmte Berufsgruppe, aber keineswegs für eine leitende Position, wie es der deutsche Direktor wäre. Das hat damit wirklich gar nichts zu tun, sondern bezeichnet Personal, welches in einer Grauzone zwischen dem klassischen bildnerisch-küstlerischen Mediendesign und der Informatik bzw. Ingenieurwissenschaft liegt. Von einem Technical Director wird erwartet, dass er vor allem die technischen Hintergründe der Systeme kennt die man in der VFX/ Computergrafik zum Erschaffen der Bildinhalte verwendet. Er sollte programmieren können um notfalls selbst fehlende Tools zu schaffen bzw. anzupassen, sollte aber eben auch über genügend Hintergrundwissen auf der gestalterischen Ebene verfügt, um ansprechende Animationen im Bereich TV, Film oder Games zu erstellen. Je nach dem, wie groß oder spezialisiert das Team ist, in dem ich arbeite, muss ich als Technical Director (TD) die Setups für Effekte erstellen, die dann an Andere weitergegeben werden. Die Anderen können diese Systeme dann für deren Zwecke einfach anpassen, ohne sich Gedanken über die dahinterliegende Komplexität machen zu müssen. Viel öfter gebe ich aber die komplette Animation weiter, z.B. eine simulierte Flutwelle und am nächsten Posten wird meine Animation dann aufgehübscht, also beleuchtet und in Szene gesetzt. Es gibt auch Fälle, in denen ich von der Animation über Shading/ Lighting bis hin zum Rendering das ganze Bild selber erzeugen muss. Generell ist es wichtig zu wissen, wie man das finale Bild erzeugt. Ob ein Effekt in der Simulationssoftware oder im finalen Bild wirklich überzeugend aussieht, das sind oft zwei Paar Schuhe. Gerade in Deutschland sind wenige Häuser so spezialisiert, dass man sich nur auf einen kleinen Teil der Bildproduktion spezialisieren kann, man muss immer in der Lage sein, auch andere Rollen zu bedienen, sollte aber auch seine Grenzen kennen und offen dazu stehen. Ich würde mir zum Beispiel nicht zutrauen, komplexe Modelle von Autos oder einen 3D- Character zu bauen (zumindest nicht für Kunden, privat, wenn ich ausreichend Zeit habe ist das ein anderes Thema, das ist wie im Restaurant kochen und zu Hause kochen) und überlasse daher diese Arbeiten gerne anderen Spezialisten. TDs gibt es auch in anderen 3D Disziplinen und bezeichnet immer die technischen "Hilfswissenschaftler", die das finale Bild erst ermöglichen. So gibt es auch Rendering TDs oder Animation TDs, und ebenso wie bei den FX TDs sind die Grenzen zwischen den sog. Artists fließend, insbesondere desto kleiner die Spezialisierung im jeweiligen Team ist. Ich für meinen Teil bevorzuge daher die Bezeichnung FX Artist/ TD.



Herr Köbisch, Hobbys?
Wie schon erwähnt ist Computergrafik ein Teil meines Lebens. Ich bin wohl das, was man einen großen Enthusiasten nennt und verfolge daher, was die Industrie gerade in meinem Bereich so ankündigt und auf den Markt wirft, was gerade Trends sind und nicht nur Buzzwords und Marketinggewäsch. Seit einiger Zeit arbeite ich eng mit der spanischen Firma Next Limit zusammen. Next Limit ist ein Softwarehaus, welches das Dynamicspaket Realflow, was ich insbesondere zur Generierung von allerlei Flüssigkeiten am PC einsetze und den Renderer Maxwell herstellt. Ich wurde damals aufgrund einiger meiner Arbeiten für die Testphase zu Realflow 5 (den Vorgänger der jetzigen Version 2012 ) eingeladen und hatte schnell mehr Freude an der unberechenbaren Alphaversion als an der,auf andere Art und Weise unberechenbaren, aber Jahre gereiften Releaseversion des Vorgängers. Ich testete Realflow 5, dabei gab ich sehr präzises Feedback zurück nach Madrid und es freute mich natürlich, in folgenden Entwicklungen im Test-und finalen Stadium Dinge wiederzufinden, die unter anderem von mir im Kontakt zu Next Limit angesprochen und diskutiert wurden. Der Kontakt mit Next Limit hat dazu geführt, dass sie mich kürzlich für einige Tage in die Firmenzentrale, nach Madrid eingeladen hatten und wir dort viele Gespräche über die neue und folgende Versionen führen konnten. Da ich viel mit der Software arbeite sehe ich darin eine Win- Win Situation. Ich teile meine Wünsche und Bedenken mit, teste, kommentiere, lobe, tadele und bekomme auf der anderen Seite Einblicke in die Entwicklung, in Features und Zusammenhänge, die man einfach in keiner Softwaredokumentation der Welt darstellen kann, und kann damit eine Menge Expertenwissen zu der Software, mit deren Bedienung ich ja Geld verdiene, beitragen. Gelegentlich zu sehen, dass mein Feedback (und meistens stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine da) in spätere Versionen einfließt, macht ebenfalls Freude. Natürlich verschafften mir diese Einblicke einen Vorteil gegenüber anderen Realflow Usern, aber ich sehe meine Kollegen niemals als Konkurrenten, sondern eher als Teil einer großen Familie.

Daher veröffentliche ich beizeiten auch Tutorials und Informationen auf meinem Blog www.fk-fx.com.
Wie bereits erwähnt denke ich, man muss das atmen- VFX, Computereffekte, Maya, Realflow, FumeFX, Houdini, Nuke. Ich liebe zum Beispiel Houdini und war vom ersten Moment, wo ich diese Software ein wenig besser verstand, von diesem Konzept begeistert. Wenn Autodesk die Firma aufkaufen würde, weiß ich nicht was mich schwerer treffen würde. Ein Zwangsabstieg von Schalke 04 in die vierte Liga oder das. Ich komme oft abends nach Hause und setze mich dann nochmal hin und bastele an eigenen Projekten oder schaue nochmal ein Tutorial zu Vertex Expressions oder irgendwelchen seltsamen Techniken in Krakatoa an.
Nur habe ich neben VFX auch andere Hobbys. Ich spiele ganz gerne Fußball und hoffe, dass es diesen Sommer wieder regelmäßiger klappt, sowohl mit dem selber spielen und auch mit dem Angucken im Stadion, schließlich ist Schalke so langsam mal an der Reihe mit der Meisterschaft. Auch das unvermeidliche Kochen gehört zu meinen Hobbys, wobei ich durch das Kochen viel kritischer im Umgang mit Nahrung geworden bin. Ich glaube, wenn man die Zutaten selber verarbeiten lernt, anfasst, riecht und schmeckt bekommt man automatisch ein Gefühl für deren Qualität. Es ist immer wieder schön, anstelle im Sitzen am Computer, plötzlich im Stehen,mit einem Messer in der Hand etwas zu machen. Daneben gehe ich gerne durch die Gegend, teils ziellos, einfach um etwas zu entdecken, was ich vorher nicht kannte. Am liebsten mit Tjorvi, das ist ein Hund der mir leider nicht gehört, der aber zufällig öfters bei mir ist. Jetzt klingt das sicher so, als würde ich die meiste Freizeit allein am Computer oder mit Hund im Wald verbringen, das ist natürlich auch nicht so. Es geht nichts über eine gesellige Runde inmitten von Menschen, die ich wirklich mag, gerne auch mit Hund.



Uns ist zu Ohren gekommen das du einst ein Roadie warst?
War et ne jute Zeit?

Das war ne verdammt gute Zeit. Ein paar Schulkumpels von mir gründeten dereinst die Band “Wohlstandskinder” und hatten damit Anfang der 2000er etwas Erfolg, so dass sie innerhalb der deutschsprachigen Länder touren konnten und die Konzerte gut genug besucht waren, so dass Veranstalter und Band sich finanziell dadurch tragen konnten. Musikalisch war es deutschsprachiger Pop mit Punkeinflüssen, so dass auf den Konzerten zwischen Iro und Zahnspange, ein recht breites Spektrum vertreten war. Für mich war es die Möglichkeit, dem Alltagstrott zu entfliehen und etwas gänzlich unalltägliches zu tun, was aber in der meisten Zeit darin bestand, mit ein paar anderen Typen in einem alten Mercedes Bus (die Generation vor der Sprinter Baureihe) auf der Autobahn zu verbringen und Städte wie Oschatz, Holzminden oder Völklingen kennen zu lernen. Man stellt sich das Tourleben immer so glamourös vor, in Wahrheit hat das etwas von Turnhallengeruch, Kater, Enge, kalten Hallen und vor allen Dingen, Schlafentzug. Irgendwann wurden die Jungs noch etwas professioneller und ich musste auch einsehen, dass es an der Zeit war, mich mehr auf meinen Studienabschluss zu konzentrieren. So hörte meine Tourkarriere dann irgendwann wieder auf, die Band gibt es mittlerweile auch nicht mehr, aber wenn man so viele gemeinsame Autobahnkilometer auf dem Buckel hat, dann verliert man sich wohl nie ganz aus den Augen.


Wie sehen deine weiteren Pläne aus?
Da ich erst seit November 2011 Freelancer bin ist mein Plan zunächst, die ganze Geschichte wirklich zu etablieren, also zu wissen, dass ich wirklich davon leben kann und dass es sich wirklich um etwas handelt, dass ich längerfristig ausüben werde. Dabei geht es jetzt erstmal darum, dass potentielle Kunden überhaupt von meiner Dienstleistung wissen. Niemand bucht Einen ja, weil man zufällig ein begnadeter Telepath ist und daher weiß, dass man gerade frei ist, nichts zu tun hat und generell auf dem Markt der Freelance FX Artists/ TDs zu finden ist. Wenn da eine Woche mal nicht gelegentlich das Telefon klingelt oder Emails mit Jobangeboten oder Anfragen eintrudeln, dann sinkt meine allgemeine Stimmung rapide, aber das ist die bekannte Schattenseite am Freiberuflertum. Ein mittelfristiges Ziel ist es, mich keinesfalls auf Deutschland zu beschränken. Ich denke, dass ich in einem Alter bin, wo man zum letzten Mal noch die Energie und Bereitschaft zu Abenteuern aufbringt, sich auf völlig Ungewisses einzulassen. Daher segele ich dorthin, wo auchimmer ein paar Partikel oder Voxel drauf warten, von mir durch die Gegend gestoßen zu werden, komme aber immer wieder gern nach Köln zurück, daher spielt die Idee nach Kalifornien, Neuseeland oder British Columbia überzusiedeln zur Zeit keine Rolle. Gedanken darüber, ob ich in zehn Jahren immer noch als Freelance FX Artist durch die Lande vagabundieren möchte, mache ich mir keine. Bis dahin dreht sich die Welt zu viele Male, als dass ich wüsste, wo dann meine Prioritäten liegen. Wenn ich keine Lust mehr auf Action habe, werde ich vielleicht Compositor (kleiner Scherz).



Was schätzt du am Rheinländischen Umfeld?
Am Allerwichtigsten ist für mich, neben den Tatsachen dass ich hier im Rheinland aufgewachsen bin, die Mentalität kenne und die Mundart spreche, dass sich hier mein engster Freundes- und Bekanntenkreis befindet. Wenn ich irgendwo fern der Heimat gewesen bin und nach Hause komme, und sehe beispielsweise von der Autobahn das Bayerkreuz, den Dom oder auch Orte wie Moitzfeld, Untereschbach Lohmar oder Rösrath auf den Autobahnschildern, dann fühle ich mich zu Hause, dann kenne ich jede Ecke, jeden Schleichweg, jeden Dorfgasthof und jeden Fußballplatz. Ich brauche einfach diese Heimat für mich, einen Ort, den ich so nennen kann und das ist das Rheinland oder besser die Region zwischen Köln und Gummersbach, die sich durch meine mehrjährige Tätigkeit in Düsseldorf dann doch sogar bis nach Rath erstreckt.



Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten?
Partikel, neeeeiiiin, rockt!



Nenne uns etwas ohne, dass du nicht Leben könntest?
Ich bin recht anpassungsfähig, aber ohne Wasser wird es schwierig.



Dein Lieblingsplatz in Düsseldorf?
Hmmm....ich glaube der Rhein, egal wo. Außerdem der Zoopark, aber nur mit Tjorven.



Dein Hauptcharakterzug?
Vielseitigkeit



Dein größter Fehler? 
Ich bin oft sehr impulsiv, dass kann manchmal leicht stalinhafte Züge annehmen, bekanntlich war Stalin kein Wohltäter.



Was wäre für Dich das größte Unglück?
Ungerechtigkeit und das aus Ungerechtigkeit oftmals resultierende Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Ungerechtigkeit.



Hast du ein Vorbild?
Han Solo



Wie geht es dir heute?
Im Moment sitze ich in einem tristen Zimmer in einer WG in München, wo ich während meines momentanen Engagements wohne. Ständige Hotelübernachtungen kommen nicht in Frage. Das kann deprimierend sein, aber da ich morgen aufstehen und 3D- Geschichte schreiben werde, ist alles prima. Weniger prima, ist, dass man feine Ironie nicht in textuelle, kurze Kommentare einweben kann, was aber immer noch nicht bedeutet, dass es mir schlecht geht. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort, könnte aber jetzt gerade im Moment vielleicht an einem besseren Ort sein. Man weiß es nicht.


Dein Abschlusskommentar?

Danke, dass Ihr diese Plattform auf die Beine gestellt habt, danke für die Fotos und die Möglichkeit, einen Eindruck zu hinterlassen.



Florian Köbisch - 3D Artist - FX Technical Director
Mobil: (0176) 63 288 640 - E-Mail: fkoebisch @ googlemail.com - Skype: fkdroelf



Interview & Fotografie: Tobias Herx, Christian Laskawi, Julia Mischner
 

Diese Seite mit anderen teilen