Olaf und Hennes - Portrait

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Videoportrait 

 



Interview truelove portrait_interview_split
Hennes (li) Olaf (re)

Könntest ihr euch bitte kurz vorstellen?
Olaf: Ich bin 1973 in Düsseldorf geboren und habe 1994 angefangen zu tätowieren.
Hennes: Johannes Wasserme, ich bin 1963 in Düsseldorf geboren und habe 1993 in Dortmund bei ‘Dietmar’ angefangen zu tätowieren, ab 1997 dann bei Fine Line in Düsseldorf, 2005 kam der eigene Laden und 2009 der Umzug/Zusammenzug mit Olaf.



Schon immer tätowiert oder gab es ein Leben davor? Wie seid ihr auf den Tattoo-Geschmack gekommen?

Olaf: Tätowierungen haben mich damals schon interessiert. Freunde hatten die Idee, dass ich selber tätowieren könnte. Mein Cousin in Finnland hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seit 6 Jahren seinen eigenen Laden, liegt wohl in der Familie. Mir erschien das Ganze damals als Möglichkeit etwas Spannendes in einer Subkultur zu machen, Punkrock und Hardcore passten da für mich Anfang der 90er gut dazu.
Hennes: Meine Eltern sind beide Kunstpädagogen.
Ich hab 10 Semester Grafik und Design,mit Schwerpunkt Illustration studiert und immer schon viel gemalt und gezeichnet.


Tattoos waren nicht immer Mainstream und sind es auch heute noch nicht vollständig, welche Tattoo-Ära herrschte als ihr eure ersten Schritte gewagt habt?
Olaf: Anfang der Neunziger ist tätowieren ein Teil der Popkultur geworden und wurde in Magazinen und im Fernsehen sehr präsent. Damals hätte niemand gedacht, dass sich das noch steigern kann- weit gefehlt, wie man heute sieht.
Hennes: Tattoos wurden immer populärer, plötzlich gab es viele Tattoo-Magazine usw.. Das war allerdings erst der Anfang, damals gab es schließlich noch keine große Internetpräsenz, das ist jetzt ganz anders.


Welche Gründe könnten, eurer Meinung nach dazu geführt haben das Tattoos heutzutage “salonfähig” werden?
Olaf & Hennes: Die Medien und die verschiedenen Leute die im Mittelpunkt der Film- und Musikindustrie stehen, haben Tattoos salonfähig gemacht. Die gestiegene Qualität der Arbeiten und das große Interesse der Leute an Tätowierungen ist mittlerweile so groß, dass die früheren Klischees nicht mehr passen (das ist mittlerweile eine so große Gruppe, die man nicht mehr einfach abstempeln kann und in sich auch viel zu komplex.)


Wie seht ihr die Entwicklung des Tattoos? Wird es sich als “tragfähiges” Kunstwerk in der Gesellschaft etablieren, oder wird es wieder in verschiedene Subkulturen zurückkehren?
Olaf: Tätowieren wird einfach ein Teil dieser Gesellschaft sein, mit mal mehr, mal weniger Aufmerksamkeit. Den Schulterschluss mit der Kunst sehe ich persönlich nicht. Kunsthandwerk kommt der Sache schon näher. Tätowieren ist sich selbst genug und muss sich nicht dadurch Aufwertung oder Akzeptanz verschaffen, in dem es versucht sich als Kunst darzustellen. Tätowieren ist tätowieren, und das reicht völlig aus.
Hennes: Ich sehe das Tätowieren nicht als Kunst, eher als Illustration auf der Haut. Der Kunstvergleich ist irrelevant, weil es eine eigenständige Sache ist. Die Akzeptanz wird immer größer, weil unsere Kinder mit tätowierten Eltern aufwachsen und das tätowiert sein als normal ansehen.


In euren Skizzenbüchern hat sich eine riesige Sammlung fantastischer Motive angesammelt.
Wenn ihr eure Ideen zu Papier bringt, was benutzt ihr für Stifte und wie coloriert ihr eure Zeichnungen?
Hennes: Mit farbigen Buntstiften, nichts Besonderes, von hell orange bis dunkel rot.
Das Zeichnen/Malen auf Papier kennen wir alle, aber tätowieren können wir nicht mal eben so ausprobieren.


Wie können wir uns das vorstellen? Wie gelingt es euch derart detailreiche Bilder zu stechen?
Olaf: Haha, wir mögen eigentlich gar nicht so detailreiche Dinge. Hier ist es wie mit allem, machen, machen, machen, viel tätowieren und sich mit seinem Medium auseinandersetzen.
Hennes: Ich schließe mich Olaf an: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!!! Man muss seine Grenzen kennenlernen, auch die Grenzen was das Tätowieren angeht nicht überschreiten, sondern sich an Regeln halten.


Wie sehen eure weiteren Pläne aus, oder passts gerade?
Olaf: Passt gerade sehr gut, jetzt nur noch den Laden etwas mehr etablieren und dann vielleicht Gasttätowierer einladen, das wärs.
Hennes: Es passt so wie es ist. Das Ziel ist es, über kurz oder lang weniger zu arbeiten und andere Leute für sich arbeiten zu lassen.
Das große Ziel ist: mehr Geld, weniger arbeiten!


Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten? Beschreibt eure Arbeit in 3 Worten!
Olaf: Intensiv, leidenschaftlich, schön.
Hennes: Leidenschaft, viel Arbeit, wenig Freizeit!


Was schätzt ihr am Düsseldorfer Umfeld?
Olaf: Also ich schätze die Nähe zu anderen Ländern und Städten. Vor allem die Tatsache, dass Düsseldorf für seine überschaubare Größe, eigentlich fast alles zu bieten hat, was ich von einer Stadt erwarte.
Hennes: Ich schätze an Düsseldorf das Großstadtgefühl in einer kleinen, überschaubaren Stadt.


Eurer Lieblingsplatz in Düsseldorf?
Olaf: Na, unser Laden natürlich!!!
Hennes: Unser Laden!


Dein Hauptcharakterzug?
Olaf: Geduld
Hennes: Ungeduld


Dein größter Fehler?
Olaf: Ich denke zu viel nach.


Was wäre für euch das größte Unglück?
Hennes: Wenn ich meine linke Hand verlieren würde.


Habt ihr ein Vorbild?
Olaf: Nein.
Hennes: Nein.


Wie geht es euch heute?
Olaf: blendend
Hennes: Den Umständen entsprechend, wie immer gut.


Dein Abschlusskommentar?
Olaf: Hey,vielen Dank für euer Interesse und die Möglichkeit sich hier zu präsentieren.
Hennes: Dieses Interview und somit eure Seite, also das ganze Feature, tragen zur Akzeptanz und Popularität des Tätowierens bei. Das find ich gut!!!



True Love - Mülheimer Straße 27 - 40239 Düsseldorf
Telefon: (0211) 44 09 111 - E-Mail: mail @ truelovetattoo.de  
Homepage: www.truelovetattoo.de  



Interview & Fotografie: Tobias Herx, Christian Laskawi, Julia Mischner

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