Tim Neiser - Portrait

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"McNeal Fall/WInter Fashion Campaign Video"
 


"The One Watches"
 


"Loco Dice Season Trailer 2013"
 

 

Interview 
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Könntest du dich bitte kurz vorstellen.
Ich heisse Tim Neiser, bin in Düsseldorf geboren und habe meine Kindheit in Paris und Düsseldorf verbracht. Nach dem Abitur habe ich Filmmaking und Regie an der New York Filmacademy studiert. Zusätzlich habe ich noch ein Kommunikationsdesignstudium mit dem Schwerpunkt Film an der Fachhochschule Düsseldorf abgeschlossen. Seit 3 Jahren bin ich selbstständiger Filmemacher und Regisseur. 


Gab es einen Augenblick an dem du wusstest, dass du gerne Regisseur werden möchtest?
Ich bin quasi mit Film- und Fotokameras groß geworden. Mein Urgroßvater war bereits Industriefotograf, mein Vater und Großvater haben viel gefilmt. Aufgewachsen bin ich in einer alten Fabrik, die oft als Filmlocation vermietet wurde und dabei hatte ich viel Gelegenheit, große Filmproduktionen zu beobachten. Es gab also keinen konkreten Zeitpunkt, aber schon als junger Schüler habe ich mit meinen Freunden kleine Geschichten und Skateboard-Videos gedreht und meine Referate für die Schule lieber als Film abgeliefert. In dieser Zeit wusste ich bereits, dass ich mein Hobby als Beruf ausüben wollte. 


Was war dein erster kommerzieller Auftrag mit Regietätigkeit?
Mein erster kommerzieller Auftrag als Regisseur war 2009 für einen Imagefilm den ich anlässlich des 125. Jubiläum eines mittelständischen Familienunternehmen, Börner-Eisenacher, produziert habe. 


Ist es manchmal schwierig, sich als junger Regisseur zu behaupten?
Ein paar Leute waren überrascht, aber deutliche Schwierigkeiten hatte ich bis jetzt noch nicht. Da dieses Metier, vor allem die Werbung von Innovationen, neuen Trends und moderner Technik lebt, bekommen meiner Meinung nach junge Regisseure immer öfter die Chance sich zu beweisen. 


Woran arbeitest du gerade aktuell?
Zur Zeit arbeite ich an Fashion Filmen für die neue Kampagne von Tom Tailor, Video Clips für den DJ Loco Dice und einem Imagefilm für ein Unternehmen. 


Erzähle uns von deinem skurrilsten Moment in deinem Job?
Bei einem Filmdreh in Philadelphia, USA, drehten das Team und ich auf dem Gelände eines großen Schrotthandels, dessen Besitzer immer eine geladene Pistole am Fußgelenk trug. Die Gegend war tatsächlich so gefährlich, dass er die Pistole mehrfach einsetzen musste. Vor den Büroräumen wurden nach Feierabend große Betonbarrikaden von Gabelstaplern postiert, damit niemand mit einem Auto durch das Gebäude durchbrechen konnte. Während der Dreharbeiten wurden wir von Mitarbeitern der Schrottfirma mit Shotguns eskortiert. 


Als Regisseur trifft man immer wieder interessante Menschen, welche Begegnung war deine spannendste?
Ich sollte ein Interview mit Karl-Heinz Böhm für seine Stiftung in Äthopien filmen und habe ihn dafür in Stuttgart getroffen. Ich war sehr angetan von seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten. Er bestimmte über den Kopf des Aufnahmeleiters hinweg, wie das Interview am besten geführt werden sollte und man merkte, dass er viel Erfahrung hatte. 


Wovon lässt du dich inspirieren?
Kunst, Musik, Reisen, Videos und Fotografien inspirieren mich am meisten. Wichtig ist aber auch ein Auge für die kleinen alltäglichen Dinge im Leben zu haben. 


Wofür würdest du nie Regie führen?
Grundsätzlich bin ich offen für Neues, aber es sollte alles mit meinem Gewissen vereinbar sein.
 

Wie würdest du dich als Regisseur beschreiben? Was zeichnet deinen Stil aus?
Meine Geschichten enden meistens mit einem kleinen Augenzwinkern. 


Lust auf Film oder fühlst du dich in der Werbewelt wohl?
Während meines Studiums in den USA habe ich gemerkt, dass die langwierige Produktion eines Spielfims meinem Naturell nicht so entspricht und ich mich viel wohler in der Werbefilmbrache fühle, wo man in kurzer Zeit ein fertiges Endergebnis in den Händen hat.


Hast du einen Rat für Berufsanfänger, die sich für das Berufsfeld der Regie interessieren?
Als erstes würde ich Arbeitserfahrung in einer Produktionsfirma sammeln, damit bekommt man eine gute Vorstellung von der Arbeit und lernt sehr viel. Danach kann man überlegen, eine Ausbildung oder ein Filmstudium zu absolvieren.

 

Hast Du schonmal an einem Film Festival teilgenommen?
Ich habe 2004 das erste Mal an einem Film Festival teilgenommen. Es war das Heinrich-Heine Film Festival hier in Düsseldorf. Ich war damals 17 Jahre alt und war sehr stolz, dass ich meinen Film auf einer großen Leinwand und vor einem großen Publikum im Audimax präsentieren durfte. Dieses Jahr habe ich zusammen mit der Produktionsfirma Parasol Island und der Werbeagentur Grey Germany mehrere Awards beim ADC (Art Directors Club) und dem Spotlight Festival gewonnen, sowie die Short List beim Cannes Lions Award erreicht.
 

Hast du Pläne für die Zukunft?
Ich würde gerne TV Werbespots mit unterschiedlichen Produktionsfirmen und Werbeagenturen machen und bin immer auf der Suche nach anderen kreativen Köpfen aus Musik, Animation, Schnitt und Kamera. 


Gibt es etwas was du an Düsseldorf schätzt?
Hier ist alles, was eine moderne Großstadt ausmacht auf kleinem Raum zu finden, daher sind die Wege kurz. Außerdem hat Düsseldorf den zentralsten Flughafen Deutschlands mit internationaler Anbindungen, was zum Arbeiten im Ausland sehr praktisch ist. Mit der Kunstakademie und unseren Museen, Galerien und Theatern geht ein wichtiger Impuls aus dem Bereich der Kunst von Düsseldorf aus. Die Kunstakademie hat alleine 3 der weltweit erfolgreichsten Kunstfotografen in den letzten Jahren hervorgebracht. 


Beschreibe deine Arbeit in 3 Worten?
Ich sehe alles.


Vor der Arbeit geht nichts ohne... ?
...vorher zu ruhen.


Hast du einen Lieblingsplatz in Düsseldorf?
Das Rheinufer.
 

Dein Hauptcharakterzug?
Feingefühl. 


Dein größter Fehler?
Das ich den alten VW Käfer von meinem Vater nicht behalten habe. 


Was wäre für dich das größte Unglück?
Unheilbare Krankheit bei mir oder meinen Lieben. 


Hast du ein Vorbild?
Meine Großväter.
 

Nenne uns etwas ohne das du nicht Leben könntest?
Freiheit, Familie und Freunde.


Wie geht es dir heute?
Glücklich und zufrieden.


Ein Abschlusskommentar deinerseits?
Liebe was du tust - oder noch besser: Tue was du liebst!

 

Tim Neiser - Klausingstrasse 28 - Düsseldorf
Tel.: +49 178 6603030 | mail @ timneiser.com | www.timneiser.com 


Interview: Ursel Barwinski, Christian Laskawi, Tobias Herx
Lektorat: Julia Mischner
 

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